Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV)


Palliativversorgung von Kindern – eine berührende und erfüllende Aufgabe

 „Umhüllen“ oder „schützen“ sind zwei mögliche Übersetzungen des lateinischen Wortes palliare, von dem sich die Bezeichnung der palliativen Versorgung ableitet. Schon im 16. Jahrhundert weiß ein französisches Sprichwort um die zentralen Aufgaben der Medizin: Heilen manchmal, lindern oft, trösten immer.

Lindern und Trösten gehören zu den zentralen Aufgaben der Palliativversorgung. Und so stehen Lebensqualität, subjektives Wohlbefinden, individuelle Wünsche und Selbstbestimmung der lebenslimitierend- oder lebensbedrohlich erkrankten Kinder und deren  Familien im Vordergrund der Behandlung.  


Ambulante Palliativversorgung – professionelle Unterstützung für Kind und Eltern

Mit der Diagnosestellung einer lebensbedrohlichen oder lebenslimitierenden Erkrankung wird häufig schon eine spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) eingeleitet. Kinderärzte und -krankenschwestern mit einer Zusatzausbildung für Palliative Care besuchen die Familien regelmäßig zu Hause und halten engen telefonischen Kontakt. Um den komplexen Anforderungen der Situation gerecht zu werden, arbeiten neben medizinischem Fachpersonal auch Sozialpädagogen und eine Seelsorgerin mit. Bei Bedarf unterstützen Kolleginnen aus den Bereichen Ernährung und Psychologie das Team. Im Austausch mit den behandelnden Ärzten werden Therapie und Versorgung optimiert. Über eine 24 h Rufbereitschaft können Eltern, Ärzte und Pflegekräfte Rücksprache bei Notfällen halten.    


Ein Teil bleibt Spenden finanziert

Werden die Voraussetzungen für eine SAPV erfüllt, werden die Kosten von der Krankenkasse in der Regel für drei Monate übernommen. Im Anschluss kann bei Bedarf ein Verlängerungsantrag gestellt werden. Doch nicht immer kann der Bedarf der Patienten und deren Familie durch Kassenleistungen gedeckt werden, dann ist das Team auf Spendengelder angewiesen, um die Familien angemessen versorgen zu können. Im Durchschnitt werden in Schwaben pro Quartal ca. 30-40 Patienten versorgt.

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